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Gebäudesituation an der Moorwegschule – Verwaltung legt umfassenden Bericht vor

Jan Luechau 14. Juni 2025
Keine Kommentare zu “Gebäudesituation an der Moorwegschule – Verwaltung legt umfassenden Bericht vor”

In der Ratsversammlung am 5. Juni 2025 informierte die Stadtverwaltung ausführlich über die bauliche und organisatorische Lage an der Moorwegschule. Anlass waren mehrere Anfragen zur Nutzung und zum Zustand der Containeranlagen auf dem Schulgelände – unter anderem von SPD und Grünen. Der Fachdienst Gebäudemanagement dokumentierte in zwei Stellungnahmen den zeitlichen Ablauf, den Stand der Untersuchungen sowie die bisherigen Maßnahmen.

Containerstruktur und betroffene Bereiche

Auf dem Sportfeld der Moorwegschule befinden sich zwei größere Containeranlagen mit jeweils vier Klassenräumen. Diese wurden schrittweise angemietet – erstmals 2015, ergänzt 2017 und zuletzt 2022. Nach einem gemeldeten Wasserschaden am 14. Mai 2025 wurde ein Container aus dem Jahr 2015 als Ausgangspunkt des Problems identifiziert. In der Folge wurden aus Vorsicht auch angrenzende und benachbarte Container gesperrt, darunter der Pavillon, das Lehrerzimmer und zusätzliche Einheiten in unmittelbarer Nähe.

Chronologie der Ereignisse

Nach der Schadensmeldung durch den Hausmeister am Abend des 14. Mai begann die Verwaltung umgehend mit der Beauftragung von Fachfirmen. Eine erste Sichtung durch eine Dachdeckerfirma fand am 22. Mai statt. Der sichtbare Schimmelbefall wurde erst nach Öffnung der Deckenverkleidung festgestellt. Bereits am 23. Mai erfolgte eine erste Behandlung der befallenen Stellen sowie die Einschaltung eines Baugutachters.

Am 26. Mai wurden alle betroffenen Container durch den Fachdienst versiegelt und außer Betrieb genommen. Die betroffenen Klassen wurden provisorisch auf Räume der Schulkinderbetreuung, den PC-Raum, den Musikraum und andere verfügbare Bereiche verteilt. Auch der Frühdienst wurde ausgelagert. Die Eltern wurden am 27. Mai von der Schulleitung sowie dem Fachbereichsleiter informiert. Weitere Vorsichtsmaßnahmen – etwa die Versiegelung eines Bereichs im Lehrerzimmer – wurden noch am selben Tag umgesetzt.

Die Schule blieb während der beweglichen Ferientage, des Feiertags und eines Schulentwicklungstags (28. Mai bis 2. Juni) regulär geschlossen. In dieser Zeit fand ausschließlich eine Notbetreuung im Autal statt. Die Raumluftbeprobung erfolgte am 3. Juni, der Einsatz eines Schimmelspürhundes am 10. Juni. Mit den Laborergebnissen wird in der Kalenderwoche 26 gerechnet.

Auswirkungen auf den Schulbetrieb

Direkt betroffen sind sechs Klassen, eine DaZ-Klasse, eine Wartegruppe, die Sprintmaßnahme, das kooperative Schultraining und der Frühdienst der Schulkinderbetreuung – insgesamt rund 150 Kinder. Indirekt ist jedoch die gesamte Schule mit etwa 450 Schülerinnen und Schülern sowie dem pädagogischen Personal betroffen, da reguläre Fachräume anderweitig belegt sind. Musik- und Computerunterricht sowie Teile des Ganztagsangebots entfallen derzeit.

Vertragliche und rechtliche Fragen

Die Containeranlagen sind gemietet. Die Zuständigkeiten für Wartung und Instandhaltung sind vertraglich geregelt. Nach Aussage der Verwaltung wurde der festgestellte Schaden vorsorglich am 26. Mai dem Vermieter gemeldet. Eine mögliche Mietminderung oder Schadenersatzforderung wird derzeit geprüft, allerdings muss zunächst der genaue Ursprung des Schadens durch das beauftragte Gutachten geklärt werden. Parallel findet eine Prüfung der Mietverträge statt – unter anderem in Bezug auf etwaige Sonderregelungen im Falle von Schimmelbefall.

Bislang wurden laut Verwaltung keine vergleichbaren Mietmängel in der Vergangenheit dokumentiert. Ein Schulhausmeister ist täglich vor Ort, und der Fachdienst Gebäudemanagement führt jährlich eine umfangreiche Begehung der Liegenschaft durch.

Weitere Planungen und politische Entscheidung

Die Verwaltung prüft derzeit den vollständigen Austausch der Containeranlage im Bereich des Igelhauses – einschließlich der bislang unbelasteten Einheiten aus dem Jahr 2017. Als Grund wird das Alter der Baukörper genannt. Eine Beschlussvorlage für die Ratsversammlung am 17. Juli 2025 ist in Vorbereitung. Parallel werden Gespräche zur Beschaffung neuer Container geführt.

Ein alternativer Standort – etwa auf dem Gelände der geplanten Schulerweiterung – steht kurzfristig nicht zur Verfügung. Ein dort stehendes Altgebäude müsste zunächst abgerissen werden. Dieser Abriss ist jedoch haushaltswirksam und abhängig von der Freigabe des Haushalts 2025.

Weitere Schritte und Informationsangebot

Die Verwaltung plant eine Informationsveranstaltung für Eltern, Lehrkräfte und Schulbeteiligte, sobald die vollständigen Untersuchungsergebnisse vorliegen. Zudem wird die Schule weiterhin organisatorisch unterstützt – etwa bei der Ausstattung mit Mobiliar oder der Nutzung alternativer Räume.

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Gebäudesituation Moorwegschule

Gebäudesituation Moorwegschule

Jan Luechau 13. Juni 2025
Keine Kommentare zu “Gebäudesituation Moorwegschule”

Update vom 14. Juni 2025: Die Stadt Wedel hat inzwischen eine ausführliche Elterninformation veröffentlicht. Darin bestätigt sie nicht nur die Freigabe der schimmelfreien Räume, sondern kündigt auch an, alle Container des Igelhauses – einschließlich der unbelasteten Einheiten aus dem Jahr 2017 – vollständig auszutauschen. Grund sei das fortgeschrittene Alter der Bauten. Eine entsprechende Beschlussvorlage soll am 17. Juli in die Ratsversammlung eingebracht werden. Darüber hinaus werden am kommenden Wochenende sowohl die betroffenen Gegenstände aus den belasteten Containern professionell gereinigt als auch die Grundreinigung in Lehrerzimmer, Pavillon und Elefantenhaus vorgezogen. Ein Informationsangebot mit der Bürgermeisterin in der Schule ist angekündigt, sobald das schriftliche Gutachten vollständig vorliegt.

Erste Gutachtenergebnisse zur Raumluft – Entwarnung für zentrale Bereiche, aber Entscheidung gegen weitere Nutzung des Igelhauses

Am Mittwoch wurden die ersten Ergebnisse des beauftragten Gutachtens zur Raumluftqualität an der Moorwegschule vorgelegt. Die Stadt Wedel als Schulträger informierte die Schule, dass ein Großteil der geprüften Räume als unbelastet eingestuft wurde.

Freigegeben wurden unter anderem:

  • das Lehrerzimmer,
  • die Klasse 3b (Pavillon),
  • das sogenannte Elefantenhaus (mit den Klassen 4b, DAZ-Klasse, Schultraining),
  • sowie die beiden vorderen Räume des Igelhauses (Klasse 4d und ein weiterer DAZ-Raum).

Einzig betroffen sind die Klassenräume, in denen der Wasserschaden auftrat.

Die Ergebnisse wurden deutlich früher als erwartet übermittelt. Sie sind eine positive Nachricht für alle Beteiligten – insbesondere für die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium, das seit Tagen unter erschwerten Bedingungen improvisieren musste.

Hintergrund: Warum ein Gutachten notwendig wurde

Dem Gutachten vorausgegangen war die Feststellung von Wasserflecken und starker Geruchsbelästigung in mehreren Klassencontainern, die seit dem Jahr 2015 an der Moorwegschule in Betrieb sind. Diese Hinweise hatten bei der Schulleitung die Forderung nach einer Überprüfung ausgelöst, nachdem zuvor bereits mehrfach auf den schlechten baulichen Zustand einzelner Container hingewiesen worden war.

Die Stadt Wedel beauftragte daraufhin kurzfristig einen externen Sachverständigen. Die Vor-Ort-Begehung bestätigte einen Schimmelbefall in mindestens zwei Containern aus dem Baujahr 2015. In der Folge wurde vorsorglich die Nutzung sämtlicher Container auf dem Schulgelände der Moorwegschule vorübergehend untersagt und ein umfassendes Raumluftgutachten beauftragt. Die übrigen Container – darunter insbesondere die zum Igelhaus gehörenden Einheiten aus dem Jahr 2017 – zeigten keine Auffälligkeiten.

Igelhaus wird nicht wieder genutzt

Obwohl einzelne Räume des Igelhauses vom Gutachter als unbelastet eingestuft wurden, wurde in einer gemeinsamen Abstimmung – unter Beteiligung der Schulaufsicht, der Stadtverwaltung, der politischen Gremien und der Schulleitung – beschlossen, das Igelhaus künftig nicht mehr als Unterrichtsgebäude zu nutzen. Diese Entscheidung dient der langfristigen Planungssicherheit und soll dazu beitragen, das Schulgelände mittelfristig baulich neu zu ordnen.

Die Frage, wie die Klassen künftig räumlich organisiert werden, wird derzeit zwischen Schule, Schulträger und weiteren Beteiligten abgestimmt. Ziel ist eine Lösung, die sowohl pädagogische als auch organisatorische Aspekte bestmöglich berücksichtigt. Die Eltern werden zeitnah durch die Schule über konkrete Umzüge und Raumpläne informiert.

Weitere Informationen angekündigt

Seitens der Stadt Wedel ist eine umfassende Information an die Elternschaft angekündigt. Diese soll neben den Gutachtenergebnissen auch Fragen zur künftigen Nutzung, zum Austausch von Containern und zur weiteren Perspektive der Raumsituation aufgreifen.

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Gebäudesituation an der Moorwegschule – Verwaltung legt umfassenden Bericht vor

Zusammenfassung der Einwohnerversammlung vom 13. Mai 2025

Jan Luechau 08. Juni 2025
Keine Kommentare zu “Zusammenfassung der Einwohnerversammlung vom 13. Mai 2025”

Datum & Ort

Dienstag, 13. 05. 2025 – 19:00 Uhr
Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 3-5, 22880 Wedel

Tagesordnung 

  1. Begrüßung durch den Stadtpräsidenten
  2. Festlegung der Tagesordnung
  3. Berichte des Stadtpräsidenten und der Bürgermeisterin
  4. Wedels Haushaltslage
  5. Sicherheit in der Stadt Wedel
  6. Vorstellung des Innenstadtentwicklungskonzeptes
  7. Antrag einer Einwohnerin zum Erhalt des Freibades
  8. Antrag einer Einwohnerin zur Einrichtung eines Runden
    Tisches zur Beobachtung der Verkehrssituation
  9. Fragen & Verschiedenes 

 

TOP 3 – Berichte des Stadtpräsidenten und der Bürgermeisterin

Stadtpräsident

  • Bericht zu Haushaltsberatungen und beschlossenem Maßnahmenpaket
  • Betont Bedeutung der Einwohnerversammlung für Bürgerbeteiligung; ermuntert Fragen in Gremien einzubringen

Bürgermeisterin

  • Ziel: Vertrauen in Verwaltung wiederherstellen, Transparenz betont
  • Verwaltungsleitung komplett; Team soll zusammenwachsen
  • Sicherheit als hohe Priorität
  • Bürgerkontakt: Präsenz bei Veranstaltungen, erreichbar per E-Mail & Social Media, Newsletter-Abo möglich
  • Großprojekte angestoßen; Sachstandsbericht Digitalisierung im nächsten Rat
  • Jubiläum „150 Jahre Stadtrecht“ am 27. 11. 2025 (Festakt Immanuelkirche + weitere Formate)
  • Positiver Ausblick, Dank an Zuhörende

TOP 4 – Wedels Haushaltslage

Finanzielle Ausgangslage

  • Investitionsvolumen 2025: 13,9 Mio. €
  • Mittelfristig anstehende Investitionen: ≈ 250 Mio. €
  • Kassenkredite zum 31.12.2024: 24 Mio. €
  • Gesamtverschuldung: ≈ 131 Mio. €
  • Anhaltend hohes Zinsniveau (2024 ≈ 4 %)

Maßnahmenpaket (30 Punkte)

  • Konsolidierung mit internen Einsparungen (Stellenplan-Kürzungen, Verzicht auf Bewirtungen u.a.)
  • Wirtschaftsförderung
  • Konnexitätsprinzip: Kostenerstattung für Pflichtaufgaben von Land/Bund
  • Ziel: Ergebnisverbesserung +9,5 Mio. € bis 2028

Organisation & Steuerung

  • 30 Projektgruppen, regelmäßige Berichte an HFA und Rat
  • Gesamtverantwortung: 1. Stadträtin

Folgen der haushaltsfreien Zeit

  • Nur Pflichtaufgaben finanzierbar; Investitionen und freiwillige Leistungen gestoppt
  • Gefahr von Einschränkungen bei Gebäuden, Sport, Kultur, Badebucht etc.
  • Keine neuen Kredite und Stellenbesetzungen

Haushaltssicherung

TOP 5 – Sicherheit in Wedel: Katastrophenschutz & Verwaltungssicherheit

1. Katastrophenschutz und Krisenmanagement

Zuständigkeiten:

  • Krisenmanagement: Zuständig ist die Stadt Wedel (örtliche Ordnungsbehörden).
  • Greift bei allen Großschadenslagen, bis der Kreis offiziell den Katastrophenfall ausruft.
  • Katastrophenschutz: Zuständig ist der Kreis Pinneberg. Erst mit offizieller Ausrufung der Katastrophe übernimmt der Kreis die Einsatzleitung.

Aktueller Stand:

  • Gefahrenabwehrplan (Stand: 09/2022) mit drei Hauptszenarien:
    • Hochwasser / Sturmflut
    • Blackout
    • Austritt gefährlicher Stoffe
  • KRITIS (kritische Infrastrukturen) wurden erfasst.
  • Regelmäßiger Austausch mit Stadtwerken, Stadtentwässerung, Feuerwehr, Gebäudemanagement.
  • Vierteljährlicher Austausch mit dem Kreis.

Notfallinfopunkte in Wedel:

  1. Rudolf-Breitscheid-Halle – notstromversorgt, bietet Schutz, medizinische Erstversorgung und aktuelle Lageinformationen.
  2. Rathausinfo – reine Informationsstelle.

Planungen für 2025/2026:

  • Aktivierung eines zweiten Notfallinfopunktes in der Steinberghalle.
  • Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit (Homepage, Pressearbeit).
  • Aktualisierung des Gefahrenabwehrplans und der KRITIS-Datenbank.
  • Lieferung eines zweiten großen mobilen Notstromaggregats bis Dezember 2025.

2. Verwaltungssicherheit & Schutz der Mitarbeitenden

Hintergrund:

  • Ergebnisse der FAVOX-Mitarbeitendenbefragung 2023.
  • Unsicherheiten im Umgang mit Übergriffen auf Mitarbeitende.
  • Fehlende Hausordnung zur Grundlage von Hausverboten.
  • Sicherheitsvorfall an der Volkshochschule im Sommer 2024.

Sicherheits-AG der Stadt Wedel:

  • Beteiligte: FD Personal, FD Soziales, Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte, Mitarbeitende aus publikumsintensiven Bereichen und Außenstellen sowie das Leitungsteam.
  • Ziel: Entwicklung eines umfassenden Sicherheitskonzepts.

Aufgaben der AG:

  • Umfassende interne Befragung zur Sicherheitslage in allen Bereichen der Verwaltung.
  • Finalisierung einer verständlichen und rechtssicheren Hausordnung.
  • Prozessoptimierung bei Gefährdungsbeurteilungen.
  • Klare Haltung der Verwaltung zu gegenseitigem Respekt und Umgangsformen.

Bisherige Maßnahmen:

  • Begehungen mit der Polizei in publikumsintensiven Bereichen.
  • GISBO-Alarmsystem im Einsatz im Rathaus, in der VHS und bei Außendiensten.
  • Regelmäßige Erfassung und Auswertung von Übergriffen (verbal & physisch).
  • Schulungen und Online-Trainings zur gewaltfreien Kommunikation und Deeskalation.
  • Hausordnung derzeit in juristischer Prüfung.
  • Verwaltungsleitung nimmt am Arbeitsschutzausschuss (ASA) teil.
  • Offizielles Bekenntnis gegen Gewalt und für Respekt durch Bürgermeisterin und Fachbereichsleitungen.

„Wir bleiben weiterhin auf dem Weg für Sicherheit – für alle Mitarbeitenden und für alle Wedelerinnen und Wedeler.“

Präsentation Sicherheit

Katastrophenschutz und Krisenmanagment

TOP 6 – Vorstellung des Innenstadtkonzeptes

Ziel des Innenstadtkonzepts:

  • Attraktivierung und Zukunftssicherung der Innenstadt von Wedel.

  • Strategische Neuausrichtung unter Berücksichtigung von Aufenthaltsqualität, Nutzungsvielfalt und nachhaltiger Entwicklung.

Erarbeitende Instanz:

  • Stadt + Planungsbüro Stadt+Handel, spezialisiert auf Stadtentwicklung und Einzelhandelskonzepte.

Wesentliche Bestandteile des Konzepts:

  1. Analyse des Ist-Zustands:

    • Leerstände und Nutzungsstruktur

    • Frequenz und Passantenverhalten

    • Bewertung der Aufenthaltsqualität

    • Mobilitätsfragen (Parken, Erreichbarkeit)

  2. Stärken und Schwächen:

      • Nähe zur Elbe, Bahnhofsnähe, historischer Stadtkern

    • – Leerstand, mangelnde Aufenthaltsqualität, geringe Frequenz

  3. Ziele und Handlungsfelder:

    • Attraktivitätssteigerung durch Gestaltung öffentlicher Räume

    • Stärkung des Einzelhandels mit Nutzungsmischung und neuen Konzepten

    • Verbesserung der Mobilität (z. B. Fahrradfreundlichkeit)

    • Kultur & Veranstaltungen stärken

    • Bürgerbeteiligung sichern

  4. Konkrete Maßnahmenvorschläge:

    • Gestaltung von Plätzen (z. B. Rolandplatz)

    • Begrünung, Beleuchtung, Möblierung

    • neue Zwischennutzungen leerstehender Immobilien

    • Events und temporäre Aktionen zur Belebung

  5. Nächste Schritte:

    • Priorisierung und Maßnahmenplanung ab 2025

    • Fördermittelakquise (z. B. Städtebauförderung)

    • Beteiligung der Öffentlichkeit und lokaler Akteure (z. B. Händler, Eigentümer, Vereine)

Innenstadtkonzept

TOP 7 – Antrag einer Einwohnerin: Erhalt des Freibads Wedel

Antragstellerin: Silvia Scharfe, Wedel
Datum des Antrags: 26. April 2025

Kernforderung:

  • Moratorium für Abriss- oder Umbauentscheidungen des Freibades
  • Begründung: Die aktuelle Finanzknappheit dürfe nicht zu kurzfristigen und irreversiblen Maßnahmen führen.

Begründung des Antrags:

  • Gesellschaftliche und gesundheitliche Bedeutung:
    • Wichtig für das Schwimmenlernen bei Kindern
    • Prävention von Badeunfällen (Ertrinkungsgefahr)
    • Förderung der Bewegung zur Vermeidung gesundheitlicher Probleme (z. B. Rückenleiden)
  • Standort- und Imagefaktor:
    • Beitrag zur Lebensqualität in Wedel
    • Attraktivitätsfaktor für Neubürger:innen und Unternehmensansiedlungen
    • Werbeargument für Bau- und Immobilienfirmen („Wedel am Wasser“)
  • Finanzierungsvorschläge:
    • Einsparung durch Vermeidung von Abrisskosten
    • Sponsoring durch Bauunternehmen (z. B. Rehder, Adlershorst), Arzneimittelhersteller und Rettungsmittelfirmen (z. B. Secumar)
    • Erhöhung der Eintrittspreise (z. B. für die Sauna)
    • Reduktion von Personalkosten durch Ehrenamtliche und Rentner:innen
    • Flexiblere Öffnungszeiten – wetter- und saisonabhängig
  • Persönliche Betroffenheit:
    • Seit 45 Jahren in Wedel ansässig
    • Familiäre Nutzung des Freibads über Jahrzehnte
    • Kritik am früheren Umbau zur Badebucht
    • Sorge um Alternativen: Elbe und Baggersee gelten als gefährlich aufgrund fehlender Badeaufsicht

Verlauf in der Einwohnerversammlung:

  • Der Antrag wurde nicht verlesen.
  • Die Bürgermeisterin nahm den Vorschlag zur Kenntnis und mit in die Verwaltung.
  • Die Antragstellerin zeigte sich mit dieser Vorgehensweise zufrieden.

TOP 8 – Antrag einer Einwohnerin: Einrichtung eines Runden Tisches zur Beobachtung der Verkehrssituation

Anliegen:

Eine Einwohnerin beantragte die Einrichtung eines Runden Tisches, der sich regelmäßig mit der Verkehrssituation in Wedel befasst. Ziel sei es, Entwicklungen zu beobachten, Probleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Verlauf in der Einwohnerversammlung:

  • Die Antragstellerin erläuterte ihren Vorschlag persönlich.
  • Der Vorsitzende wies darauf hin, dass in Wedel bereits eine regelmäßige Verkehrsschau stattfindet.
  • Er schlug vor, den „Runden Tisch“ eventuell mit der bestehenden Verkehrsschau zu verbinden.
  • Weitere Fragen zu diesem Thema waren bereits schriftlich beantwortet.

TOP 9 – Fragen & Verschiedenes

1. Fragen zum Abwahlverfahren von Gernot Kaser und zur Spaltung in Wedel

  • Eine Einwohnerin bemängelte, dass ihre Fragen zur „Spaltung Wedels“ und zur Abwahl von Bürgermeister Gernot Kaser bislang unbeantwortet geblieben seien.
  • Sie fragte, ob Herr Kaser nach Abschluss des Disziplinarverfahrens eine Entschuldigung erhalten werde, und rief zu Fairplay auf.
  • Antwort des Stadtpräsidenten:
    • Er habe von Polarisierung, nicht von Spaltung gesprochen.
    • Alle Bürger:innen könnten sich mit ihren Positionen – auch kritischen – einbringen.
    • Zum Disziplinarverfahren könne er sich nicht äußern, da noch keine offizielle Mitteilung der zuständigen Behörde vorliege.

2. Reaktionen auf die Frage zur Entschuldigung

  • Zwei weitere Einwohner machten deutlich, dass sie keine Grundlage für eine Entschuldigung sehen und erläuterten ihre Sichtweise.

3. Thema Facebook und digitale Debattenkultur

  • Ein Einwohner hob die Bedeutung und Reichweite von Facebook hervor und forderte eine verantwortungsvolle Administration.
  • Diese Einschätzung wurde von anderen Teilnehmenden nicht einhellig geteilt; es gab unterschiedliche Meinungen zur Rolle und Regulierung sozialer Medien.

4. Schriftlich eingereichte Fragen

Zusätzlich wurden schriftliche Fragen und Antworten zu folgenden Themen veröffentlicht:

  • Sicherheit von Frauen in Wedel (Fragen von Frau Kremer)
    • Hohe Dunkelziffer häuslicher Gewalt – 686 Fälle im Kreis Pinneberg 2024
    • Frauenhaus in Wedel dauerhaft überlastet
    • Fehlender Wohnraum erschwert Ausstieg aus Gewaltverhältnissen
    • Aktionen zum 25. November und Spendenprojekte durch lokale Unternehmen
    • Viele Hilfs- und Beratungsangebote, u. a. durch Gleichstellungsbeauftragte, Polizei, Frauenberatungsstellen
  • Verkehrssicherheit (Fragen von Frau Kremer)
    • Bahnhofstraße ist Unfallhäufungspunkt für Rad- und Fußverkehr
    • Mangelnde Barrierefreiheit und Querungshilfen wurden benannt
    • Prüfung eines Fußgängerüberwegs in der Mühlenstraße läuft
    • Haushaltslage erschwert größere bauliche Maßnahmen
    • Punktuelle Verbesserungen (z. B. neue Bänke) wurden bereits umgesetzt
  • Stadtwerke – Glasfaser & Fernwärme (Fragen von Herrn Heldt)
    • Glasfaserausbau läuft; Elbstraße 2025 vorgesehen
    • Fernwärmeanschluss für Elbstraße derzeit nicht wirtschaftlich
    • Option besteht über geplante Verbindungsleitung zwischen bestehenden Netzen

 

Sozialer Wohnungsbau unter Druck – Was Schleswig-Holstein jetzt ändern will

Jan Luechau 24. Mai 2025
Keine Kommentare zu “Sozialer Wohnungsbau unter Druck – Was Schleswig-Holstein jetzt ändern will”

Update (19.06.2025): Diskussion im Planungsausschuss zur Präsentation von Dr. Krüger

Im Anschluss an die Präsentation von Dr. Maik Krüger zur sozialen Wohnraumförderung entwickelte sich im Planungsausschuss eine intensive Debatte über die Auswirkungen des Wedeler Infrastrukturfolgekostenkonzepts auf die Förderfähigkeit von Bauprojekten. Dr. Krüger betonte, dass das Land Schleswig-Holstein die Transparenz des Konzepts anerkenne, jedoch Sorgen habe, dass durch die zusätzlichen Kosten – etwa 200 Euro pro Quadratmeter – geförderte Projekte in Wedel an Wirtschaftlichkeit verlieren und somit keine Förderzusage erhalten könnten. Er schlug vor, über eine mögliche Aussetzung der Abgabe zumindest für den geförderten Wohnraum ins Gespräch zu kommen.

Mehrere Fraktionen wiesen diesen Vorschlag zurück oder äußerten Skepsis. Die Grünen und die WSI betonten, dass die Abgabe keinen neuen Kostenblock darstelle, sondern bereits zuvor über städtebauliche Verträge erhoben wurde. Sie verwiesen auf die angespannte Haushaltslage der Stadt und argumentierten, dass Infrastrukturkosten – insbesondere für Kitas und Schulen – weiterhin refinanziert werden müssten. Ein Verzicht auf die Abgabe würde letztlich die Kommune treffen und könnte nur über andere Einnahmequellen, etwa eine Erhöhung der Grundsteuer, kompensiert werden.

Die CDU zeigte sich offener für eine Aussetzung der Abgabe bei sozialem Wohnungsbau, um die Umsetzung wichtiger Projekte nicht zu gefährden. Auch die FDP betonte, dass Fördermaßnahmen des Landes mit ausreichender Gegenfinanzierung einhergehen müssten, da Kommunen viele Aufgaben von Bund und Land ohne ausreichende Mittel übernähmen.

Dr. Krüger hob mehrfach hervor, dass es dem Ministerium nicht darum gehe, Investoren zu entlasten, sondern die Realisierbarkeit von Projekten insgesamt zu sichern – angesichts von Baukosten, die vielerorts bei 5.000 Euro pro Quadratmeter liegen, während die Fördergrenze bei 3.500 Euro angesetzt sei. Besonders in Wedel mit hohen Grundstückspreisen und weiteren Belastungen – etwa durch die Infrastrukturabgabe – werde es zunehmend schwierig, Förderfähigkeit darzustellen. Zwar könne im Einzelfall abgewichen werden, jedoch auf Kosten anderer Projekte im Land.

Der Seniorenbeirat gab zu bedenken, dass allein sozialer Wohnungsbau nicht alle wohnungspolitischen Herausforderungen lösen könne. Einzelne Fraktionen verwiesen auf alternative Kostensenkungsmaßnahmen wie den Verzicht auf Tiefgaragen, autofreie Quartiere oder den Einsatz von Recycling-Beton. Dr. Krüger zeigte sich offen für diese Ideen und verwies auf die Bedeutung des neuen Gebäudetyps „Regelstandard E“ als Instrument zur Kostensenkung.

Insgesamt wurde deutlich: Die soziale Wohnraumförderung ist politisch gewollt, aber finanziell unter Druck. Die Stadt Wedel muss abwägen, ob sie an der Infrastrukturabgabe auch für geförderten Wohnraum festhält – und damit möglicherweise Projekte gefährdet – oder Spielräume für eine Umsetzung unter neuen Rahmenbedingungen zulässt.


Im Planungsausschuss der Stadt Wedel informierte Dr. Maik Krüger am 20. Mai 2025 über die aktuelle Entwicklung der sozialen Wohnraumförderung in Schleswig-Holstein. Der Vortrag machte deutlich: Die Herausforderungen im Wohnungsbau sind gravierend – doch das Land will mit klaren strukturellen Änderungen gegensteuern.

Bis 2035 müssen in Schleswig-Holstein über 100.000 neue Wohneinheiten entstehen. Der Bedarf wächst in allen Regionen, besonders aber im ländlichen Raum. Es fehlt an barrierefreien Wohnungen, an bezahlbarem Wohnraum für junge Familien – und an passenden Angeboten für ältere Menschen, die ihr Einfamilienhaus verlassen möchten, aber in ihrer gewohnten Umgebung bleiben wollen.

Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen auf dem Bau- und Immobilienmarkt so schlecht wie lange nicht mehr: Steigende Baukosten und hohe Zinsen haben die Zahl der Baugenehmigungen einbrechen lassen. Der freifinanzierte Geschosswohnungsbau ist faktisch zum Stillstand gekommen. Die soziale Wohnraumförderung ist damit zu einem der wenigen verbliebenen Werkzeuge geworden, um überhaupt noch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Das Land Schleswig-Holstein hat in den Jahren 2023 und 2024 Fördermittel in Höhe von jeweils rund 400 Millionen Euro bereitgestellt – genug, um ca. 4.000 Wohneinheiten zu ermöglichen. Doch schon für 2025 zeigt sich: Die gleiche Summe reicht angesichts der gestiegenen Baukosten nur noch für etwa 1.900 Wohneinheiten. Auch für das Jahr 2026 sind erneut 400 Millionen Euro eingeplant. Die Zahl der geplanten und gemeldeten Projekte ist groß – die Mittel müssen daher strategisch vergeben werden.

Entscheidend ist die enge Abstimmung mit den Kommunen. Förderanträge setzen voraus, dass das Projekt auf einer sogenannten Vorhabenliste der Kommune steht und eine offizielle Stellungnahme vorliegt. Erst dann können Gespräche mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und der ARGE geführt werden. Förderfähig sind Bauvorhaben mit 6 bis 80 Wohneinheiten, bei denen maximal 70 % der Wohnungen öffentlich gefördert werden. Technisch soll sich der Bau am Regelstandard orientieren – also keine überhöhten Komfortansprüche, sondern pragmatische Mindestanforderungen.

Ein zentraler Ansatz ist dabei das Modell des „Regelstandards E“ – E steht für „Erleichtertes Bauen“. Ziel ist es, die Baukosten durch einen klaren Verzicht auf überzogene technische Anforderungen spürbar zu senken. Nur so, das wurde im Ausschuss deutlich, können Projekte überhaupt noch realisiert werden. Oder wie es Prof. Walberg von der ARGE auf den Punkt brachte: „Entweder wir bauen anders – oder gar nicht mehr.“

Kommentar

Als Kommune müssen wir uns ehrlich machen: Wenn wir am bisherigen Anspruchsniveau festhalten, wird in absehbarer Zeit gar nicht mehr gebaut. Die neuen Förderbedingungen zwingen uns, zwischen Perfektion und Realisierbarkeit zu wählen. Das ist unbequem – aber auch notwendig. Der Regelstandard E ist kein Rückschritt, sondern ein pragmatischer Rettungsanker. Entscheidend wird sein, dass Qualität nicht mit Übermaß verwechselt wird – und dass die soziale Durchmischung auch unter einfacheren Standards gelingt.

Weitere Informationen:

  • Land SH: Soziale Wohnraumförderung
  • Präsentation von Dr. Krüger (PDF)

Ausschusswoche: Wichtige Themen auf der Tagesordnung

Jan Luechau 16. Mai 2025
Keine Kommentare zu “Ausschusswoche: Wichtige Themen auf der Tagesordnung”

In der Woche vom 20. bis 26. Mai 2025 tagen alle fünf Fachausschüsse der Stadt Wedel. Die Einladungen und Zusammenfassungen zu allen Sitzungen finden Sie hier:

  • Planungsausschuss (20. Mai)
  • Sozialausschuss (20. Mai)
  • Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport (21. Mai)
  • Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss (22. Mai)
  • Haupt- und Finanzausschuss (26. Mai)

Aus meiner Sicht besonders wichtig:

  • Freigabe eines Sperrvermerks im Bereich Allgemeine Ordnungsangelegenheiten im Gewerbeamt (HFA)
    Die Verwaltung warnt vor weiteren Rückständen und Verzögerungen. Es geht um Kontrollen, Genehmigungen und Funktionsfähigkeit im Alltag.
  • Ausbau der Straße Breiter Weg – Prüfauftrag vom 27.06.2024 (UBF)
    Der Versuch, eine alternative Verkehrsplanung mit stärkerem Fokus auf Baumschutz und Radverkehr zu prüfen, ist laut Verwaltung gescheitert.
  • Beratung zur Anwendung des Folgekostenkonzepts soziale Infrastrukturen auf den geförderten Wohnungsbau (PLA)
    Hier entscheidet sich, wie konsequent das Konzept angewendet werden soll – und welche Auswirkungen das auf bezahlbaren Wohnraum haben könnte.

Einwohnerversammlung und öffentliche Stellungnahme

Auch die Einwohnerversammlung am 13. Mai war gut besucht. In Kürze folgt auf dieser Seite eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen.

Eine dort angekündigte kritische Frage zur Art meiner Berichterstattung habe ich inzwischen öffentlich beantwortet. Ich dokumentiere politische Aussagen und Kommunikationskultur – und ich halte es für selbstverständlich, auch auf Kritik offen und sachlich zu reagieren.

  1. "Wedel ist nicht nur Krise. Wedel ist auch Potenzial."
  2. Einwohnerversammlung, Ratsthemen – und bald: Aufarbeitung zur Abwahl von Gernot Kaser
  3. Einwohnerversammlung am 13. Mai – Stadtpräsident lädt in den Ratssaal ein
  4. Wenn Kritik zur Waffe wird – und Debatten zur Bühne für persönliche Angriffe

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