Hallo liebe Wedelerinnen und Wedeler,
der politische Jahresentspurt ist eingeläutet und die Herbstpause liegt hinter uns.
Bevor wir auf unsere Wedeler Themen schauen, lohnt sich ein kurzer Blick über die Stadtgrenzen. Denn bei unseren Nachbarn war es in den letzten Wochen alles andere als ruhig. In Elmshorn sorgt derzeit eine massive Stellenplanaffäre für Unruhe: Die Verwaltung hat dort offenbar erheblich mehr Stellen besetzt als vom Rat beschlossen. Und auch aus Uetersen gibt es handfeste Schlagzeilen: Dort ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Bürgervorsteher wegen des Verdachts, eine rassistische Attacke auf sich selbst im Bürgermeisterwahlkampf nur vorgetäuscht zu haben.
Wenn man von solchen lokalpolitischen Beben liest, fühlt man sich unweigerlich an unsere eigene, sehr schlagzeilenreiche Zeit in Wedel erinnert. Das ist nun gut zwei Jahre her. Für alle, die die Ereignisse von damals noch einmal auffrischen wollen, gibt es hier noch mal einen kleinen Reminder auf diese Zeit.
Dieser Rückblick scheint aktuell leider wieder nötig zu sein. Unser ehemaliger Bürgermeister ist inzwischen Parteivorsitzender der „Freien Wähler“ und derzeit sehr fleißig auf Facebook unterwegs, wobei seine dortigen Abrechnungen mit der Wedeler Politik und besonders der CDU einige verwunderte Gesichter hinterlassen. Wer Glaubwürdigkeit fordert, muss jedoch die ganze Bilanz betrachten. Meinen Artikel dazu finden Sie hier: Wer Glaubwürdigkeit fordert, muss die ganze Bilanz betrachten.
Doch genug des Rückblicks. Richten wir den Fokus auf die aktuelle Sacharbeit im Rat und die Themen, die uns in Wedel in dieser Woche wirklich voranbringen. Hier sind die neuesten Updates und Artikel von meiner Seite:
Die Themen dieser Woche im Überblick
- 🍲 Was wir über die Ausschreibung des Schulessens wissen (und was nicht)
- 🧒 Warum städtische Zuschüsse eine konkrete Gegenfinanzierung brauchen
- 📉 Wie neue Vorgaben aus Kiel meinen Konsolidierungskurs bestätigen
- 🏢 Wie es beim GTZ und dem Reepschlägerhaus weitergeht
- 📅 Einladung zur Einwohnerversammlung im November
Kurz & Knapp
- Ausschreibung Schulessen: Bei der Vergabe der Mittagsverpflegung an unseren Schulen möchte ich transparent machen, was wir aktuell wissen und was nicht. Fest steht: Die europaweite Ausschreibung ist wegen des Auftragsvolumens rechtlich zwingend. Nach dem anfänglichen Ausschluss eines Bewerbers, stockt das Verfahren derzeit.
- Zuschüsse brauchen Gegenfinanzierung: Für zwingende Erhaltungsmaßnahmen in zwei AWO-Kitas plant die Stadt Zuschüsse von insgesamt 25.900 Euro. So richtig diese Investitionen sachlich sind: Laut unseren strengen Haushaltsregeln dürfen diese Mittel nicht mit unkonkreten „Minderausgaben“ kompensiert werden. Wir müssen als Rat in den Vorlagen eine echte, überprüfbare Gegenfinanzierung einfordern, sonst bleiben es Luftbuchungen.
- Konsolidierungskurs durch Kiel bestätigt: Im März wurde mein Vorstoß zur strukturellen Aufgabenkritik beim Personal von der Bürgermeisterin und Rat noch abgewehrt. Nun macht das Land genau das zur Pflicht: Der neue Haushaltskonsolidierungserlass 2026 verlangt von defizitären Kommunen wie Wedel ausdrücklich, die Aufgaben und den Personaleinsatz kritisch zu überprüfen. Parallel dazu konnten wir die verbindlich realisierten Haushaltsverbesserungen für 2026 im Oktober immerhin auf rund 4,48 Millionen Euro steigern.
- Zukunft für GTZ und Reepschlägerhaus: Für das geplante Gründer- und Technologiezentrum (GTZ) empfiehlt die Verwaltung eine Finanzierungs-Drittelbeteiligung zwischen Kreis, Stadt und WEP. Beim Reepschlägerhaus ist das angedachte Stiftungsmodell aus kommunalrechtlichen Gründen gescheitert, sodass die Gremien nun über ein neues Interessenbekundungsverfahren beraten.
Termine
- Einwohnerversammlung: Am Mittwoch, den 11. November 2026, lädt Stadtpräsident Julian Fresch um 19 Uhr in den Wedeler Ratssaal ein. Neben Sachstandsberichten zu Finanzen und Sicherheit wird es dieses Jahr auch ein interaktives Beteiligungsformat geben.
Community-Frage
Was ist Ihnen beim Schulessen für Ihre Kinder generell am wichtigsten? Geht es primär um den Preis, Regionalität, einen hohen Bio-Anteil oder andere Kriterien?
Schreiben Sie Ihre Gedanken dazu gerne direkt als Antwort auf diese E-Mail. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!
Ihr Jan Lüchau
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