Im Planungsausschuss vom 3. November 2026 wurden die aktualisierten städtebaulichen Pläne für das Möller-Areal präsentiert. Der Entwurf zeigt gegenüber dem vorangegangenen Planungsstand aus dem Juni 2025 deutliche konzeptionelle und statistische Anpassungen, insbesondere im nördlichen Teil des Areals. Das neue Konzept setzt auf eine durchlässigere Bebauung, verzichtet auf ein oberirdisches Parkhaus und verlagert den ruhenden Verkehr unter die Erde.
Die Planungen sehen weiterhin ein gemischt genutztes Quartier vor, jedoch haben sich die städtebaulichen Kennzahlen im Detail verschoben. Der Rückbau der alten Bestandsgebäude auf dem Areal schreitet derweil voran: Mehrere alte Strukturen (Gebäudeteile 1, 7, 9 und 6/8) wurden bereits abgerissen.
Eine Gegenüberstellung der Planungsstände verdeutlicht die vorgenommenen Anpassungen bei den Flächen und Nutzungen:
Die wesentlichste strukturelle Änderung betrifft die Verkehrslösung. Der Entwurf aus dem Juni 2025 sah noch ein oberirdisches Parkhaus ("Parkhaus 1") mit 135 Stellplätzen sowie eine Tiefgarage ("Tiefgarage 2") mit 145 Plätzen vor. Oberirdisch waren 34 Parkplätze eingeplant.
Das aktualisierte Konzept verzichtet vollständig auf die geplante Parkhausfassade entlang der B431 (Rosengarten). Stattdessen werden zwei sockelbildende Tiefgaragen mit 138 beziehungsweise 142 Stellplätzen geplant. Die Zahl der oberirdischen Parkplätze für Kurzzeitparker und Lieferverkehr reduziert sich auf circa 20. Die Adressbildung am Rosengarten erfolgt nun durch ein neues Geschäftsgebäude.
Durch diese Verlegung des ruhenden Verkehrs entsteht im Quartier eine durchlässigere, offene Baustruktur. Sie ermöglicht freie Sichtbezüge und zusammenhängende Grünflächen bei gleichzeitiger Priorisierung des Fuß- und Radverkehrs.
Ihr Jan Lüchau
