Wohnungsnot in Wedel: Fachstelle Wohnen legt Jahresbericht 2025 vor

Am kommenden Dienstag, den 10. März 2026, steht ein Thema auf der Tagesordnung des Sozialausschusses: Die Fachstelle Wohnen präsentiert ihren Bericht für das vergangene Jahr. Die Bilanz von Sabrina Kölln zeigt deutlich, dass die Lage auf dem Wedeler Wohnungsmarkt angespannt bleibt, aber auch, dass gezielte Projekte Früchte tragen.


Wachsender Druck auf Wedeler Bürger

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei der Beratung im Rathaus. Im Jahr 2025 suchten verstärkt Bürgerinnen und Bürger Hilfe, die unmittelbar von Wohnungslosigkeit bedroht waren. Der Grund: Bezahlbarer Wohnraum ist in Wedel Mangelware, während die Mieten weiter steigen.

Wie extrem die Situation teilweise ist, belegen Beispiele aus dem Bericht: Für eine Ein-Zimmer-Wohnung mit nur 14 Quadratmetern wurden teils 700 Euro warm verlangt. Solche Forderungen sind für die meisten Betroffenen schlichtweg nicht finanzierbar.

Erfolge der Wohnraumaktivierung

Trotz der schwierigen Marktlage gibt es positive Nachrichten. Das Projekt „Wohnraumaktivierung“ erweist sich als wirksames Instrument. Durch die enge Zusammenarbeit mit privaten Vermietern konnten im Jahr 2025 insgesamt 27 Personen in neun Wohnungen vermittelt werden.

Die Vorteile für Vermieter:

  • Die Stadt übernimmt die Vorauswahl und stellt geeignete Mieter vor.
  • Die Fachstelle bleibt auch nach Mietvertragsabschluss feste Ansprechpartnerin bei Problemen.
  • Drei bisherige städtische Notunterkünfte konnten wieder in regulären Mietwohnraum umgewandelt werden, was insbesondere Familien zugutekam.

Prävention und Integration

Damit der Einzug in die eigenen vier Wände dauerhaft gelingt, setzt die Stadt auf Qualifizierung. Die Kurse zur „Mietwohnungsqualifizierung“ an der VHS helfen Wohnungssuchenden, ihre Chancen auf dem Markt zu verbessern. Rund die Hälfte der Teilnehmer fand danach zügig eine Wohnung. Auch ein umfassendes Schutzkonzept für die Unterkünfte wird stetig weiterentwickelt, um die Menschenwürde und Sicherheit der Bewohner zu garantieren.

Ausblick auf 2026

Die Arbeit wird im laufenden Jahr konsequent fortgesetzt und noch bürgernäher gestaltet:

  • Ab sofort findet jeden Mittwochvormittag eine Sprechstunde direkt in der neu gebauten Unterkunft statt.
  • Die Mietqualifizierung soll künftig fest in die Integrationskurse der VHS eingebunden werden.
  • Die Nachbetreuung ehemaliger Bewohner bleibt ein Schwerpunkt, um den langfristigen Erhalt des Wohnraums zu sichern.

Zahlen zum sozialen Wohnungsbau

Der Sachstandsbericht zum geförderten Wohnungsbau untermauert die Notwendigkeit dieser Maßnahmen mit harten Fakten:

  • Nachfrage: Im Jahr 2025 wurden 329 Wohnberechtigungsscheine (WBS) für insgesamt 667 Personen ausgestellt.
  • Vermittlungen: Insgesamt konnten 35 Haushalte in Sozialwohnungen vermittelt werden. Diese im Vergleich zum Vorjahr höhere Zahl ist vor allem auf die Fertigstellung von Neubauprojekten, etwa in der Rissener Straße, zurückzuführen.
  • Bestand: Wedel verfügt aktuell über einen Bestand von 680 öffentlich geförderten Wohneinheiten. Für 302 dieser Wohnungen besitzt die Stadt ein direktes Benennungsrecht.

Hürden und Ausblick auf 2026

Die Vermittlung bleibt eine Herausforderung. Eine geringe Fluktuation im Bestand – wer einmal in einer Sozialwohnung lebt, bleibt dort meist langfristig – und steigende Baukosten durch politische und geopolitische Einflüsse erschweren den Neubau. Zudem führen soziale Veränderungen wie Trennungen oder gesundheitliche Krisen häufiger zu plötzlichem Wohnungsverlust.

Für das Jahr 2026 sind bereits konkrete Verbesserungen geplant:

  • Das Projekt „An der Doppeleiche“ soll bis Ende des Jahres 16 neue Sozialwohnungen bereitstellen.
  • Die Fachstelle Wohnen wird ihre Präsenz erhöhen und jeden Mittwochvormittag eine Sprechstunde direkt in der neu gebauten Unterkunft anbieten, um die Wege für die Bewohner zu verkürzen.
  • Die erfolgreiche Mietwohnungsqualifizierung in Zusammenarbeit mit der VHS wird fortgesetzt und künftig direkt in Integrationskurse eingebunden, um die Chancen für Wohnungssuchende weiter zu verbessern.

 

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    Ich finde die Ansiedelung von DHL gut und würde das gerne so beschloßen sehen. Die Idee eines zusätlichen EDEKA sehe ich skeptisch. Was garantiert uns das der Eigentümer nich EDEKAs an anderen Stellen in Wedel dafür schließt. Der EDEKA in den Welau-Arkaden wäre ein Ankermieter sein weggeang würde der Bahnhofstraße[…]
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    Da stimme ich Ihnen in weiten Teilen zu – insbesondere was die Notwendigkeit angeht, diesen „Schandfleck“ endlich sinnvoll zu entwickeln. Eine wirtschaftliche Nutzung mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu generieren, ist aus Sicht der CDU absolut wünschenswert. Was mögliche Ansiedlungen wie DHL betrifft: Bisher liegen uns[…]
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    Vielen Dank für den Hinweis – völlig richtig: Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden die Arbeitsverhältnisse in der Regel unverändert übernommen. Das schränkt natürlich auch die „Flexibilität“ eines möglichen privaten Betreibers deutlich ein und ist ein weiterer Grund, warum die Übernahme eines defizitären Betriebs w[…]
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    Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt.? Warum investiert die Stadtsparkasse in Holm und nicht in Wedel? Warum wird die Sparkasse nicht zu Geld gemacht? Letztendlich wundert mich auch folgendes: Wo war die CDU in den letzten 12 Jahren? Soweit ich mich erinnere, wurde Niels Schmidt urch die CDU[…]
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    Worauf beruht die Annahme, das sich kein Investor für ein privat betriebenes Bad finden würde ?  
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    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 07:27
    Fest steht, das das Gelände im jetzigen Zustand einen Schandfleck darstellt. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Wenn DHL in Wedel investieren möchte, wird doch sicherlich so etwas wie eine Machbarkeitsstudie existieren,auf die man aufbauen könnte. Es ist doch so: Ohne zusätzliche Steuereinnahmen kein Raum fü[…]
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    Renate Palm kommentierte auf Freitag, 21. März 2025 20:04
    Ein Hinweis. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden auch die Arbeitsverträge übernommen. Eine Kündigung der Arbeitnehmer ist rechtlich selten durchsetzbar.