Die Kommunalaufsicht in Kiel hat den Doppelhaushalt 2026/27 für Wedel freigegeben. Angesichts der aktuellen Zahlen ist das keine Selbstverständlichkeit, sondern eine formale Notwendigkeit unter strengen Auflagen.
Die Zahlen für 2026 im Überblick:
- Erträge: 114,5 Mio. €
- Aufwendungen: 123,6 Mio. €
- Jahresfehlbetrag: -9,1 Mio. €
Das Defizit von über 9 Millionen Euro zeigt deutlich: Wir geben mehr aus, als wir einnehmen. Dennoch sieht der Plan Investitionen in Höhe von 24,5 Mio. € vor. Um diese zu finanzieren, müssen wir Kredite über 20,4 Mio. € aufnehmen. Dass die Kommunalaufsicht diese Neuverschuldung ohne Kürzungen genehmigt hat, ist kein Zeichen für eine gesunde Kasse.
Kiel stellt unmissverständlich fest, dass Wedel aus eigener Kraft aktuell nicht leistungsfähig ist. Die Genehmigung ist lediglich ein Vertrauensvorschuss in unseren Plan zur Haushaltssicherung bis 2028. Wir stehen in der Pflicht, diesen Weg konsequent zu gehen.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Geplante Projekte können zwar vorerst starten, aber wir finanzieren sie vollständig auf Pump. Die Genehmigung ist kein Anlass zur Entspannung, sondern eine Mahnung zur strikten Haushaltsdisziplin in den kommenden Jahren.