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Autal-Entscheidung, Wedels Finanzen und ein klares Wort zur Brandmauer

Autal-Entscheidung, Wedels Finanzen und ein klares Wort zur Brandmauer

Wedel-Politik Newsletter

 

Hallo zusammen,

 

die Diskussionen rund um die Baustelle im Autal haben in den letzten Tagen in Wedel hohe Wellen geschlagen. Es ging um weitreichende Forderungen. Von einem Stopp des Verkehrsgutachtens bis hin zu einer Vollsperrung der Straße. Gleichzeitig haben wir im Rat und in den Ausschüssen wichtige Weichen für Wedels Finanzen, die Sanierung der Badebucht und die Bürgerbeteiligung gestellt.

 

Hier sind die Themen dieser Woche im Überblick:

Die Highlights der Woche

  • 🚗 Top-Thema: Autal – Warum eine Vollsperrung vom Tisch ist.
  • 📉 Finanzen: Haushaltskonsolidierung in Wedel und warum wir neuen, teuren Kreis-Projekten aktuell eine Absage erteilen mussten.
  • 🏊 Badebucht: Baubeginn 2027?
  • 🏛️ Bürgerbeteiligung: Faire Regeln für die Einwohnerfragestunde.
  • 🧱 Die Brandmauer: Eine persönliche Einordnung zur aktuellen Bundesdebatte.

 

Top-Thema: Keine Vollsperrung im Autal

Die Lage:


Die GRÜNEN hatten beantragt, das laufende Verkehrsgutachten für das Autal zu stoppen, ein Beweissicherungsverfahren politisch anzuordnen und die Straße für den gesamten Kfz-Verkehr komplett zu sperren. Die Argumentation basierte auf einer starren zeitlichen Abfolge von Gutachten, Beweissicherung und Sanierung, die so von den Stadtwerken und der Verwaltung nicht vorgegeben ist. Zudem ist ein Beweissicherungsverfahren auf operativer Ebene ohnehin bereits in Planung, da die Verantwortlichkeiten zwischen den Baufirmen noch geklärt werden müssen. Mehr Details dazu hier.

 

Meine Meinung:
Wir haben uns im Rat intensiv mit den Anträgen beschäftigt und uns letztlich – wie alle anderen Fraktionen auch – dagegen entschieden. Der massivste Eingriff, eine Vollsperrung, hätte weitreichende Konsequenzen: Unsere Ausweichstrecken sind bereits jetzt stark belastet. Würden wir den Verkehr dorthin verlagern, droht ein Verkehrskollaps – mit erheblichen Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit in anderen sensiblen Bereichen, wie beispielsweise an der Kreuzung Pinneberger Straße/Mühlenstraße nahe der Altstadtschule. Wir dürfen die Sicherheit in einem Bereich nicht auf Kosten eines anderen erhöhen. Für eine solch drastische Maßnahme gibt es einfach zu viele offene Fragen und Unsicherheiten.

 

Kurz & Knapp

  • Haushalt & Kreis-Projekte: Die Haushaltskonsolidierung in Wedel bleibt eine enorme Herausforderung. Während wir für 2026 bisher 80 Prozent (rund 4 Mio. Euro) unserer Sparziele erreicht haben, sind für 2027 erst knapp 58 Prozent gesichert. Deshalb haben wir im Finanzausschuss auch entschieden, neuen freiwilligen Leistungen des Kreises Pinneberg (wie einer Wohnungsagentur und einem Seniorenprojekt) aktuell nicht zuzustimmen. Der Kreis selbst hat ein Defizit von 81,4 Millionen Euro – diese Kosten würden über die Kreisumlage unweigerlich uns in Wedel belasten.

 

  • Badebucht-Sanierung gesichert: Der Baubeginn ist nun für den 1. Juli 2027 geplant. Der Fokus des neuen Bades wird klar auf dem sportlichen Schwimmen und der Schwimmausbildung liegen.

 

  • Neue Regeln für die Einwohnerfragestunde: In der letzten Ratssitzung wurde ein Hinweisblatt zur Einwohnerfragestunde ausgelegt. Es bittet darum, Beiträge in der auf 30 Minuten begrenzten Zeit kurz und sachlich zu halten. Ein sinnvoller Schritt, der dafür sorgt, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger fair zu Wort kommen können.

 

  • Ein Wort zur Brandmauer: Angesichts der aktuellen bundesweiten Debatten um die strategische Ausrichtung der CDU und den Umgang mit der AfD ist mir eine persönliche Einordnung wichtig: Für mich gilt die Brandmauer. Ich streite in unserer Demokratie lieber hart mit anderen demokratischen Parteien um den richtigen Weg, als mich von Rechtsextremen abhängig zu machen.

 

 

Community-Frage

Wie blicken Sie auf die aktuelle bundesweite Debatte rund um die sogenannte Brandmauer und die klare Abgrenzung zur AfD? 

 

Schreibt mir gerne eure Gedanken direkt als Antwort auf diese E-Mail.

Beste Grüße,
Ihr Jan Lüchau

 

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